Das Cranio Sacrale System bildet die Grundlage der Cranio Sacralen Energiearbeit sowie der Cranio Sacralen Therapie. Seine Ursprünge liegen in der Osteopathie, die Ende des 19. Jahrhunderts von Dr. Andrew Taylor Still begründet wurde.
Die Weiterentwicklung der cranio‑sacralen Osteopathie geht auf Dr. William Garner Sutherland zurück, der sich intensiv mit den feinen Bewegungen und Rhythmen des Cranio Sacralen Systems beschäftigte und dessen Bedeutung für Gesundheit und Selbstregulation erkannte.
Die drei Ebenen des Cranio Sacralen Systems
Das Cranio Sacrale System umfasst drei miteinander verbundene Ebenen, die gemeinsam das Gleichgewicht von Körper und Nervensystem unterstützen.
1. Knochenebene – die äußere Struktur
Zur Knochenebene zählen:
Diese Strukturen bilden das äußere Gerüst des cranio‑sacralen Systems.
2. Membranebene – die innere Verbindung
Die Membranebene umfasst die verschiedenen Hirn‑ und Rückenmarkshäute (Meninges).
Sie verbinden Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein miteinander und spielen eine zentrale Rolle bei der Spannungsregulation im Körper.
3. Flüssigkeitsebene – der rhythmische Fluss
Zwischen Knochen‑ und Membranebene befindet sich die Hirn‑ und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis).
Diese Flüssigkeit bewegt sich rhythmisch und umfließt das Gehirn sowie das Rückenmark. Ihr gleichmäßiger Fluss ist entscheidend für die Balance des Zentralnervensystems.
Die fünf zentralen Elemente der Cranio Sacralen Arbeit
Die Cranio Sacrale Energiearbeit richtet ihre Aufmerksamkeit insbesondere auf folgende fünf Bewegungs‑ und Wahrnehmungselemente:
Nach William Garner Sutherland wird die feine Bewegung der Hirn‑ und Rückenmarksflüssigkeit als der sogenannte „Atem des Lebens“ verstanden. In der Cranio Sacralen Arbeit spricht man daher auch von der Cranio‑Atmung oder einem Impuls, der das gesamte cranio‑sacrale Geschehen beeinflusst und lenkt.
Ziel der Cranio Sacralen Energiearbeit
Ziel der Cranio Sacralen Energiearbeit ist es, diesen Impuls achtsam wahrzunehmen und zu unterstützen, um:
